Praxis für Systemische Beratung und Therapie . Norman Späth . Diplom-Psychologe . Hamburg

Zitat

Eine Paarbeziehung ist ein anspruchvolles Projekt. Zum Gelingen tragen beide Partner gleichermaßen bei - zu Konflikten und Krisen in der Regel jedoch auch.

Die Gründe dafür, eine Paartherapie in Anspruch zu nehmen sind vielfältig und individuell verschieden, lassen sich aber häufig bestimmten Grundthemen zuordnen:

In der Mehrzahl der Zweierbeziehungen kommt es mehr oder weniger häufig zu Schwierigkeiten und Krisen aufgrund belastender Lebensereignisse. Selbstverständlich müssen diese Lebensereignisse nicht zwangsläufig zu Konflikten führen. Häufig wirken sich aber bereits bestehende problematische Kommunikations- bzw. Verhaltensmuster in diesen belastenden Lebensphasen besonders negativ aus.

Gegenseitige Schuldzuweisungen sind dabei im Allgemeinen wenig hilfreich. Der Beschuldigte fühlt sich angegriffen, verletzt oder unterlegen und reagiert seinerseits mit Angriffen, Rückzug oder Blockade. Häufig kommt es dann zur Eskalation und aus Enttäuschung, Wut oder Verletztheit werden gegenseitig tiefe Wunden "geschlagen". Ein Teufelskreis, dem das Paar nur schwer aus eigener Kraft entkommen kann. Eine Eheberatung/Paarberatung bzw. Paartherapie trägt dazu bei, neue Kommunikations- und Verhaltensmuster zu entwickeln und neue, positive Erfahrungen zu ermöglichen.

In bi-ethnischen/bi-lingualen Partnerschaften kommen ggf. noch andere Probleme hinzu. Eine gemeinsame Sprache (im doppelten Sinn) zu finden ist hier mitunter noch schwieriger. Die Wahrscheinlichkeit sich nicht verstanden zu fühlen wird durch Sprachbarrieren und den unterschiedlichen kulturellen Hintergrund noch erhöht.

Ein allgemein gültiges Rezept für eine harmonische und für beide Partner erfüllende Zweierbeziehung gibt es nicht. Im geschützten Rahmen der Paarberatung können jedoch verschiedene Schlüsselkompetenzen entwickelt und trainiert werden, die den Umgang miteinander verbessern und damit zu mehr Verständnis, Nähe und Zufriedenheit beitragen.